Tether warnt vor Marktstörungen, da EU-Börsen mit der Entfernung von USDT beginnen

MiCA rules force major exchanges to drop USDT

Im Zuge neuer EU-Vorschriften unter dem Regulierungsrahmen für Märkte in Krypto-Assets (MiCA) steht Tether, der Emittent des USDT Stablecoin, vor der Streichung von großen europäischen Börsenplattformen. Dies hat bereits dazu geführt, dass Coinbase USDT letzten Dezember entfernt hat, wobei Crypto.Com unter dem Druck von Regulierungsbehörden folgte. Tether hat diese Entwicklungen missbilligt und auf den Mangel an klarer Begründung für solch schnelle Aktionen hingewiesen. Ein Sprecher erklärte: "Die schnellen Entscheidungen, ohne detaillierte Begründung, sind enttäuschend."

Tether warnt davor, dass durch MiCA getriebene Änderungen erhebliche Risiken für Anleger in der EU darstellen könnten. Ein Vertreter merkte an: „Die Vorschriften werden zahlreiche Token betreffen, nicht nur USDT, was Anleger-Risiken erhöht.“ In der Zwischenzeit heben laufende Diskussionen wesentliche Unterschiede in der Anwendung von Stablecoins zwischen den USA und Europa hervor.

Branchenexperten sind über die Auswirkungen von MiCA gespalten. Kritiker, einschließlich Tether-CEO Paolo Ardoino, argumentieren, dass die Streichung von USDT die Liquidität verringern und das Marktfragmentierung-Risikon erhöhen könnte, was grenzüberschreitende Transaktionen erschwert. Im Gegensatz dazu behaupten einige, dass MiCA die Nutzersicherheit verbessert und den Wettbewerb fördert, insbesondere durch die Passporting-Funktion, die Dienstleistungen in allen EU-Mitgliedsstaaten erleichtert.

Marina Markezic von der European Crypto Initiative lobt den regulatorischen Rahmen von MiCA und weist auf Chancen für Kryptounternehmen hin, innerhalb Europas reibungsloser zu operieren. Sie sieht es als entscheidend für die Reduzierung von Markteintrittsbarrieren und die Förderung von Innovation, ähnlich dem ausgewogenen rechtlichen Ansatz der Schweiz.

Andererseits äußert Andreas Garner von der Schweizer Anwaltskanzlei MME Bedenken über die hohen Compliance-Belastungen von MiCA und zweifelt an seinem Potenzial, den florierenden Kryptosektor der Schweiz zu erreichen. Er erklärt: „Mit strengen Compliance-Anforderungen sind wir skeptisch, dass MiCA es EU-Unternehmen ermöglichen wird, effizient globale Märkte zu erreichen.“

Die andauernde Debatte unterstreicht die gemischten Reaktionen auf EU-Vorschriften und hebt potenzielle Herausforderungen und Chancen für das Kryptowährungsökosystem innerhalb der Region hervor.

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Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. In den späten 2010er-Jahren wurde sein Interesse an Bitcoin und Kryptowährungen immer größer, und 2024 kam er als Redakteur zu Yellow.com. Er lebt überwiegend in Osteuropa, reist aber gerne – am liebsten in Länder, die Krypto gegenüber aufgeschlossen sind. Er ist überzeugt, dass alles Digitale schon bald alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

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